Workshop & Diskussion zu gemeinschaftlicher Organisation

Vorweg: Bitte meldet euch per Mail bei uns vorher kurz an, damit der Workshop entsprechend vorbereitet werden kann.

Wer schon einmal die Erfahrung mit Gruppen gemacht hat, weiß, dass Gruppen und Konflikte zusammen gehören. Oftmals werden Konflikte in Gruppen als lästige Störung empfunden, die es zu vermeiden gilt. Doch Konflikte haben auch eine konstruktive Kehrseite: sie können gleichzeitig Chancen für eine positive Weiterentwicklung der Gruppe sein, wenn dieBeteiligten bereit sind, aus den Konflikten zu lernen.
Wie ist es möglich verschiedenen Konfliktursachen auf den Grund zugehen und etwaige Sündenbock-Konstruktionen zu entlarven?  Zur Auswahl stehen folgende (Konflikt-) Themen und (einige hier schon angeführte) Fragestellungen:

ThemaVerantwortung/Arbeitsteilung bzw. Kompetenz/Hierarchie:
In wie fern legen externe Abhängigkeiten eine Hierarchisierung der Verantwortungsbereiche und damit eine Ungleichheit innerhalb der Gruppe nahe?
In wie fern wird bei der Arbeits(ver-)teilung auf durch Sozialisation und Qualifikation erworbene Kompetenzen zurückgegriffen?  Können alle alles machen?
Austausch über Prozeduren und Regelungen, wie Arbeit genommen und gegeben wird.
Wie werden bestimmte Arbeitsbereiche/Aufgaben von der Gruppe bewertet?

Thema Anspruch/Wirklichkeit:
In wie weit fungieren Ansprüche als identitätsstiftendes Merkmal der Gruppe und/oder als Abgrenzung zu anderen Gruppen?
In wie weit bleiben einmal proklamierte Ansprüche unantastbar und individuellen Interpretationen überlassen?
Austausch über „Operationalisierungen“ (Regelungen/Prozeduren/…) als Gradmesser für Übereinstimmung, Verwirklichung und Veränderung der Ansprüche

Thema Beziehungs-/Sachebene bzw. Liebesbeziehungen:
Inwiefern vermeidet eine falsche Versachlichungsstrategie die Auseinandersetzung mit Beziehungskonflikten? Bzw. andersrum?
Was für eine Auswirkung haben Liebes-/Paarbeziehungen auf das Funktionieren bzw. die Stabilität der Gruppe?
Wie können negativen Auswirkungen durch unmittelbare Verknüpfung des Schicksals einer Liebesbeziehung und der Gruppe entgegen gewirkt werden?

In dem Workshop wird versucht ein paar neue Möglichkeiten zuerarbeiten, Konflikten durch kreatives Denken und Handeln zubewältigen.
Möglicherweise können so in Zukunft Konfliktpotentiale aufgespürt, benannt und in der Gruppe bearbeitet werden.
Dieser Workshop richtet sich v.a. an Gruppen vor/in der Gründungsphase, aber auch Gruppen in fortgeschrittenen Phasen können dazu befähigtwerden, die eigene (Konflikt-)Situation selbst untersuchen zu können.

 

Workshop and discussion on community organizationEveryone who has worked in a team before knows that “a group of people” and “conflicts” go together. Too often these problems are seen as annoying and getavoided, but conflicts can have a positive flipside: we can look at them as a possibility to grow and further development together as a group, that is, if the members are up to learn from them. How is it possible to reach the real issue in every conflict and avoid to just find people to be blamed for? The following topics are available to choose from:

Responsability/Work distribution or Competence/HierarchyHow much do external dependencies make it possible to develop a hierachy within the divisions of responsabilities and thus an imbalance inside a group?

How much does actual qualifications and social skills influence the distributionof tasks? Is everybody able to do everything?

Discussion over procedures and regulations about how can tasks be taken and given, how are particular areas of work/tasks evaluated by the group?

Aspirations/Reality   How much do aspirations work as common feature within a group and/or a point of division from other groups?How often are old aspirations untouchable and individual inputs left aside or forgotten? Discussion over “Operationalization” (regulations/procedures/…) as an indicator of consensus, implementation and modification of the aspirations.

Romantic relationships within a groupHow does the wrong strategy of being objetive actually avoids the confrontation of conflicts in relationships? and the other way around?

How much do romantic couples affect/influence the stability of the group?

How is it possible to counteract negative impacts that could result from the fate of the relationship and thus with fate of the group?

During the workshop there will be the possibility to explore new options to resolve conflicts using creative thinking and how to manage in order to overcome them. 
Potential conflicts in the future could be tracked down and worked.
The workshop is directed primarly to new groups in a foundation phase but already well-formed groups can beneficiate from it by trying to resolve their already known or recurrent conflicts.