Das waren die Libertären Tage 2016!

Eine Woche voller Workshops, Diskussionen, Vorträgen und Filmen, die anarchistische Ideen und Theorien im gesellschaftlichen Kontext betrachtet haben, ist zu Ende gegangen. Wir freuen uns sehr über euer Feedback und die vielfältige Teilnahme am gebotenem Programm sowie den Diskussionen und hoffen es hat euch auch gefallen. Einige Fotos findet ihr hier.

Vielen Dank an alle, die die Libertären Tage unterstützt haben, sei es durch inhaltliche Beiträge, zur Verfügung gestellte Räume und Technik oder einfach helfende Hände, wann immer sie gebraucht wurden – ohne euch hätten die Libertären Tage so nicht stattfinden können!

Wir haben die Tage bereits revue passieren lassen und für uns als Organisator*Innen viele wichtige Erkenntnisse und Ideen gesammelt, wie Vorbereitung und Durchführung für die nächsten Libertären Tage noch besser laufen könnten. Trotzdem würde uns, in Vorbereitung auf das nächste Jahr, interessieren: Was hat euch gefallen und was hat euch nicht gefallen? Was wollt ihr uns gerne noch sagen, welches Feedback ist euch wichtig?

Wir sind fest entschlossen die Libertären Tage auch nächstes Jahr mit euch durchzuführen und würden uns freuen, euch nächstes Mal in der Vorbereitung begrüßen zu können. Dazu wird es im Frühjahr 2017 voraussichtlich das erste Vorbereitungstreffen geben.

Da wir für die Vorbereitung doch einige Ausgaben hatten und momentan die Spenden nicht ausreichen um die Kosten zu decken, würden wir uns über weitere Spenden freuen.

Für Feedback, Interesse an den nächsten Vorbereitungen und Spenden schreibt uns doch einfach eine Mail.

Bis nächstes Jahr!

Eure Organisator*Innen!

Workshop: Einführung in Anarchismus

Anarchie wird oft mit “Chaos” gleichgesetzt und viele Menschen können sich nicht vorstellen was “Anarchismus” überhaupt ist. Daher möchten wir einen kleinen Einblick in anarchistische Geschichte liefern und einige bedeutende Strömungen aufzeigen. So können wir uns gemeinsam einen Überblick über anarchistische Ideen verschaffen. Achtung: Dieser Einführungsworkshop richtet sich an Menschen, denen das Thema absolut fremd ist.

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Diskussion über den technologischen Angriff

Mit der Industrialisierung und Digitalisierung kam eine neue Form der Herrschaft über die Welt: die Herrschaft der Technologie. Menschen sind zuverlässige Quellen für präzise Daten, die zur Selbsterhaltung des Systems verwendet werden. Selbstoptimierung und Überwachung durch die smarte Diktatur für eine neue Form des Regierens – und ALLE machen mit. Wie sieht die Zukunft aus? Was können wir jetzt machen? Was müssen wir jetzt machen?

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Auswertungstreffen/Evaluation mit Prisoner-Soli-Dinner Vol2

Auch diesmal wollen wir euch mit einem leckeren Drei-Gänge-Menü erfreuen. So viel sei schon mal verraten, nach einer Suppe wird der Hauptgang diesmal ein bisschen herbstlich und als Abschluss wird es Apfelkuchen mit Vanillesoße geben.
In entspannter Atmosphäre möchten wir mit euch die libertären Tage ausklingen lassen, ein bisschen auswerten wie ihr es fandet und in Solidarität mit den Gefangenen Spenden sammeln für Repressionskosten, wie Anwält*innen, Kaution oder Unterhalt im Knast. Die Spenden sollen diesmal nach Polen und Tschechien gehen. Inhaltliche Veranstaltungen dazu finden während der Libertären Tage statt.
Bringt also wieder gute Laune, Hunger und eure Sparschweine mit!

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Grillen & Schwarzmarkt / Barbeque & Black market

At the evening of Saturday we will have barbecue for donations with tables from bookshops/anarchist collective and group from different place. You will be able to meet and talk to other anarchist, learn a little bit more about the people behind the ideas. If you wanna make your own infotable – please contact the organizing team. We do not have any charges for the place, however space is limited.

Am Samstag Abend werden wir einen Soli-Grillabend mit Tischen von Bücherläden, anarchistischen Kollektiven und Gruppen veranstalten. Dort könnt ihr andere Anarchist*innen treffen und ein bisschen mehr über die Leute hinter den Ideen lernen. Wenn ihr euren eigenen Infotisch/Infostand veranstalten wollt, kontaktiert bitte das Orga-Team. Wir verlangen keine Gebühren für die Stände, aber der Platz ist begrenzt!
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Vortrag/Presentation: A-Radio Berlin

Was ist anarchistisches Radio? Was zum Teufel ist eine anarchistische Föderation und was bringt’s da mitzumachen?

Als anarchistisches Radiokollektiv ist das A-Radio Berlin seit vielen Jahren in der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA) organisiert. Im Rahmen dieses Vortrags stellt ein Mitglied die Arbeit der Radiogruppe vor, die über das Erstellen von Audios weit hinaus reicht, und erläutert dann Prinzipien, Funktionsweise und Aktivitäten der Föderation anhand praktischer Beispiele. Im Anschluss seid ihr herzlich eingeladen, eure Fragen loszuwerden oder über auftauchende Fragen zu diskutieren.


What is anarchist radio? What the hell is a federation and what is it good for?

As anarchist radio collective, A-Radio Berlin has been an active member of the Federation of German-speaking anarchists (FdA) for several years now. As part of the presentation, a member of this radio group will present its work – that goes far beyond simply creating audios – and explains the principles, the ways of organizing and activities of the federation based on practical examples. Afterwards your are most welcome to ask your questions and also to debate any topics that came up.

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Libertärer Block zur NOPEGIDA-Demo

NOPEGIDA Demo Call

After two years in Dresden racist PEGIDA people are still there and marching our streets. We should not forget about that as well as the fact that silence during the march of conservatives gives a feeling that the whole city is on their side. We are not and we call everybody to join once again protest against PEGIDA on Monday 12.09! Dresden is our city and it doesn’t belong to racists or nazis! Let’s prove it together!

Join us in the anarchist block!


Aufruf zur NOPEGIDA Demo

Seit 2 Jahren ist die Pegida-Bewegung in Dresden aktiv und nimmt sich montäglich die Innenstadt. Das öffentliche/gesellschaftliche Schweigen gegenüber den rassistischen Aufmärschen vermittelt das Gefühl, dass die ganze Stadt hinter dieser Bewegung steht. Wir sind es nicht und rufen daher alle dazu auf, sich dem Gegenprotest anzuschließen – lasst uns die Straßen nicht den Nazis überlassen – Schließt euch am Montag, den 12.September, dem anarchistischen Block an!

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Workshop: Recht auf Stadt für alle!

Die Stadt ist unsere Beute – Workshop zu „Recht auf Stadt für alle!“

Wir laden Euch am 16. September um 17:00 Uhr ins AZ Conni zu unserem Workshop „Die Stadt ist unsere Beute – Recht auf Stadt für alle“ ein. Die Kämpfe um Wohnen und Stadt haben in letzter Zeit auch in Dresden eine neue Intensität bekommen. Viele kennen jedoch nicht die lange Geschichte der Widerstände und Aktionen gegen Überwachung, Gentrifizierung, Privatisierung und rassistische Stadtpolitik. Daher erzählt der Workshop die Geschichte und den Wandel der Stadt, Migrationsgeschichte der Stadt und die Widerstände dieser jeweiligen Zeit. Wir beginnen mit den 1960er Jahren und landen unweigerlich in der Gegenwart mit den Forderungen „Stadt für alle“ oder den „Social Center for All“. Die Geschichte der Kämpfe hat sich nicht fort erzählt und daher soll der Workshop Wissen um die Widerstände in der Stadt vermitteln. Das Alles diskutieren wir unter den Eindrücken und Widerständen gegen die gegenwärtigen Wohn- und Lebensrealität von Geflüchteten.

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Buchvorstellung: On the way to Magadan

Nach mehr als 5 Jahren gemeinsamer Arbeit an der Übersetzung ist das Buch „Auf dem Weg nach Magadan“ von Ihar Alinevich jetzt auch auf Deutsch verfügbar! In diesem Buch beschreibt der ehemalige anarchistische Gefangene Ihar Alinevich die vom ihm erlittenen Torturen während seiner Gefangennahme im KGB-Gefängnis im Zeitraum von 2010 bis 2011. Als Inhaftierter in einem Spezialgefängnis für politische Gefangene des Staates wurde er einem ganz persönlichen Programm physischer und psychischer Folter unterworfen.

Während seines Gefängnisaufenthaltes trifft er verschiedene Personen: von Politikern, die nach den Präsidentschaftswahlen in Belarus 2010 verhaftet worden waren, bis hin zu Leuten aus dem inneren Kreis der belarussischen Diktatur, die in Ungnade fielen und vom Lukashenko-Regime ebenfalls verfolgt wurden.

Das Buch beschreibt die Realität politischer Arbeit und ihre Risiken im Fall von Aktivist*innen aus Belarus und es beleuchtet die Probleme von Knast und Kapitalismus sowie die möglichen Alternativen dazu.


After more than 5 years of collaborative work on translation finally the book from Ihar Alinevich “On the way to Magadan” is now available in German! In the book former anarchist prisoner from Belarus Ihar Alinevich is describing his hardships during arrest in KGB prison in 2010-2011. Being kept in special prison for political targets of the state he was a subject to personal program of treatment with physical and psychological tortures.

During his stay in the prison he meets different people: starting from politicians from the opposition arrested after the presidential elections in Belarus in 2010, ending up with people from inside of the belarusian dictatorship, who were also repressed by Lukashenko’s regime.

The book describes the reality of political work and risks it applies for the activists in Belarus, and highlights the problems of the prison system and capitalism with describing some alternatives to it.

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El Cine Libertario – Lights Camera Action

Das Projekt „El Cine Libertario“ führt im Wege des Pop-Up Cinema Filmvorführungen an verschiedenen und wechselnden Orten durch. Ziel ist es dabei, eine Diskussion über anarchistische Lebensentwürfe und  gesellschaftliche Utopien anzuregen sowie Problemstellungen zu beleuchten, die Diese maßgeblich beeinflussen.

„Pop-Up Cinema“ bezeichnet dabei den Ansatz die Vorführungen nicht nur an üblichen, subkulturellen Treffpunkten, sondern auch im öffentlichen Raum und an ungewöhnlichen Orten stattfinden zu lassen. Dies verfolgt das Ziel, Diskussionen in Räume zu tragen, an denen gesellschaftliche Diskurse stattfinden müssen und Menschen erreicht werden, denen der Zugang zu anarchistischen Ideen sonst nur erschwert möglich ist und damit das Phänomen abgeschlossener Szenen und klandestiner subkultureller Strukturen zu durchbrechen.

„El Cine Libertario“ will nicht nur Menschen erreichen, die bereits linke bzw. anarchistische Denkansätze verfolgen oder diesen nahestehen sondern explizit breitere Gesellschaftsschichten erreichen und diesen Zugang zu Themenkomplexen rund um Herrschaft, ökonomische Logik und antiautoritäre Opposition gegen diese zu ermöglichen.

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