Diskussion über den technologischen Angriff

Mit der Industrialisierung und Digitalisierung kam eine neue Form der Herrschaft über die Welt: die Herrschaft der Technologie. Menschen sind zuverlässige Quellen für präzise Daten, die zur Selbsterhaltung des Systems verwendet werden. Selbstoptimierung und Überwachung durch die smarte Diktatur für eine neue Form des Regierens – und ALLE machen mit. Wie sieht die Zukunft aus? Was können wir jetzt machen? Was müssen wir jetzt machen?

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Vortrag/Presentation: Alternative zu Knästen / Alternative to prisons

The modern concept of justice is not older than couple of hundreds of years. The massive prison complexes used to punish and enslave disobeying parts of the society are now becoming every day routine in most capitalist countries. Privatization of the prison system in some places turn the whole concept of punishment into a profitable business with prisoners nowadays not only sewing clothes for police and militaries, but also work in everyday spheres starting from food production and ending with call centers of companies serving you internet.

In workshop we would like to challenge the whole notion of prisons. What would the world look like without it – full of murderers and rapists? What would be our community alternative to deal with the social conflicts? Is there at all any alternative to the prisons? We believe so and together we hope to open the doors of prisons by imagining today and tomorrow with empty cells.


Das moderne Justizsystem ist nicht älter als ein paar hundert Jahre. Massive Knastkomplexe, benutzt zur Bestrafung und Unterjochung von unbeugsamen Teilen der Gesellschaft, sind Alltag in kapitalistischen Ländern. Die Privatisierung der Knäste ändert das Konzept der Bestrafung in ein profitables Geschäft mit Gefangenen, welche heutzutage nicht nur Kleidung für Polizei und Militär herstellen, sondern auch in alltäglichen Bereichen von Lebensmittelherstellung bis Arbeit im Callcenter deines Internet-Providers. 

In diesem Workshop möchten wir uns mit den verschiedenen Begriffen, die Knäste mit sich bringen, kritich auseinander setzen. Wie würde die Welt ohne Knäste aussehen- Wäre sie voll mit Mörder*innen und Vergewaltiger*innen? Was wäre unsere gesellschaftliche Alternative um mit sozialen Konflikten umzugehen? Gibt es überhaupt eine Alternative zu Knästen? Wir denken ja und wir hoffen die Türen der Knäte zu öffnen, indem wir über eine Zukunft mit leeren Zellen nachdenken.

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El Cine Libertario – Lights Camera Action

Das Projekt „El Cine Libertario“ führt im Wege des Pop-Up Cinema Filmvorführungen an verschiedenen und wechselnden Orten durch. Ziel ist es dabei, eine Diskussion über anarchistische Lebensentwürfe und  gesellschaftliche Utopien anzuregen sowie Problemstellungen zu beleuchten, die Diese maßgeblich beeinflussen.

„Pop-Up Cinema“ bezeichnet dabei den Ansatz die Vorführungen nicht nur an üblichen, subkulturellen Treffpunkten, sondern auch im öffentlichen Raum und an ungewöhnlichen Orten stattfinden zu lassen. Dies verfolgt das Ziel, Diskussionen in Räume zu tragen, an denen gesellschaftliche Diskurse stattfinden müssen und Menschen erreicht werden, denen der Zugang zu anarchistischen Ideen sonst nur erschwert möglich ist und damit das Phänomen abgeschlossener Szenen und klandestiner subkultureller Strukturen zu durchbrechen.

„El Cine Libertario“ will nicht nur Menschen erreichen, die bereits linke bzw. anarchistische Denkansätze verfolgen oder diesen nahestehen sondern explizit breitere Gesellschaftsschichten erreichen und diesen Zugang zu Themenkomplexen rund um Herrschaft, ökonomische Logik und antiautoritäre Opposition gegen diese zu ermöglichen.

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Workshop: Profeminist_ische Männer*gruppen: Lösung oder Teil des Problems?

Seit geraumer Zeit bewegt mich (einem cis-Mann*) die Frage, welchen Beitrag cis-Männer* am Kampf gegen Patriarchat, Sexismus und Heternormativität überhaupt leisten können. In der etwas verstaubten Praxis der pro_feministischen Männer*gruppe meine ich eine Möglichkeit entdeckt zu haben, die ich in dem Workshop nun zur Diskussion stellen möchte. Gemeinsam könnten wir folgenden Fragen nachgehen: Können
Männer*gruppen der Ort sein, an dem Männer* ihre Sexismen profeminist_isch bearbeiten oder führen sie zur Aufrechterhaltung der allgegenwärtigen Männer*kumpanei? Ist die Organisierung anhand der
Kategorie Mann* unter Berücksichtigung queerer, sowie intersektionaler Perspektiven nicht an sich abzulehnen? Nach welchen Prinzipien müssten Männer*gruppen organisiert sein, um möglichen Fallstricken zu entgehen?
Welchen Arbeitsfeldern und Themen sollten sich solche Gruppen widmen und welchen gerade nicht?

Der Workshop ist offen für alle Geschlechter und kann von der Teilnahme möglichst verschiedener  Erfahrungshintergründe nur profitieren.

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Vortrag/Diskussion: Gewerkschaft & Knast

Ein Großteil von uns, der GG/BO-Soligruppe Jena, sind Anarchist_innen, die sich dazu entschlossen haben, Teil der Gefangenengewerkschaft zu werden, so mit zahlreichen widerständigen inhaftierten Arbeiter_innen in Kontakt zu treten und ihre Kämpfe zu unterstützen. Wir wollen diskutieren, welche Vor- und Nachteile es hat, auf der einen Seite sich als Anarchist_innen in ein widersprüchliches Organisierungsprojekt wie die GG/BO einzubringen und auf der anderen Seite explizit anarchistische Gruppen wie das ABC aufzubauen. Dabei geht es auch um eine grundsätzliche Kritik der Gefängnisreform-Strömung à la Thomas Galli und Linkspartei.

Lecture/Discussion: Union & Prison
Most of us, from the GG/BO-Soligruppe Jena, are anarchist who decided to take part of thePrison´s Union in order to make contact with the numerous resistive workers in prisionand to suppot their struggle. We would like to discuss about the pros and cons on one hand, of participating, as anarchists, with a conflicting project such as GG/BO and on the other hand, to establish an explicitly anarchist group like the ABC.  We will also fundamentally critizise the Prison-Reform-trend à la Thomas Galli and the Left Party . 

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Einladung zu den Libertären Tagen 2016

Libertarian Days in Dresden from 12 to 18 September 2016

Libertäre Tage in Dresden vom 12. bis zum 18. September 2016

 

Anarchism is a political philosophy that is as old as ideas of socialism and communism and advocate stateless society. Along with others, anarchism stands for equality, solidarity, direct action and self organization. Today anarchists participate in many different spheres of our society: starting with struggles at working places, against capitalism and racism and ending up with fights for ecology, gender equality and community till we achieve the free society.

This year in Dresden we will once again organize the Libertarian Days – an event with the focus on anarchism and struggles anarchists participate. Through workshops, discussions, presentations, screenings and many other events we would like to introduce new people to the world of anarchist struggle! At the same time we would like to continue long standing discussions, on topics that might be interested to those already involved in the anarchist struggle.

This year will have different topics during the week that will include: ecology, feminism, syndicalism anti-capitalism, struggle against prisons and repressions, community organizing and many others. Apart from specific topics we will have concerts and street festivals.

The schedule will be updated in coming days. Check our website for more information.


Anarchismus ist eine politische Philosophie, die es so lange gibt wie die Ideen von Sozialismus, Kommunismus und einer staatenlosen Gesellschaft. Gemeinsam mit anderen Ideen steht Anarchismus für Gleichberechtigung und Solidarität, direkte Aktionen und Selbstorganisation. Heutzutage wirken Anarchist*innen in vielen gesellschaftlichen Bereichen: von Kämpfen am Arbeitsplatz, Anti-Kapitalismus, Anti-Rassimus über Ökologie, Geschlechtergleichstellung und gemeinschaftlichen Projekten – für eine befreite Gesellschaft.

Dieses Jahr werden wieder die Libertären Tage in Dresden stattfinden – ein Ereignis mit Blick auf Anarchimus und Kämpfe, an denen Anarchist*innen beteiligt sind. Workshops, Diskussionen, Vorträge, Filmabende und viele andere Veranstaltungen sollen Menschen die Welt anarchistischer Kämpfe eröffnen. Themen, die seit langer Zeit zwischen Anarchist*innen diskutiert werden, wollen wir ebenfalls aufgreifen.

Ökologie, Feminismus, Syndikalismus, Antikapitalimus, Anti-Knast/Anti-Repression, gemeinschaftliche Organisation und viele andere Bereiche des Anarchismus stehen im Programm. Zudem wird es Konzerte und Partys zum Ausklingen geben.

Das Programm für die Libertären Tage wird fortlaufend aktualisiert. Für weitere Informationen besucht regelmäßig unsere Website.

We are everywhere!
Libertarian Days Dresden 2016

Wir sind überall!
Libertäre Tage Dresden 2016